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Umbau in der Schudomastraße

Wohnung
Berlin, 2016

Die Wohnung befindet sich in einem 1980 gebauten Haus und ist auf den Innenhof hin ausgerichtet. Eine große, nach Südosten gehende Fensterwand lässt Tageslicht in die Wohnung. Sie nimmt die gesamte Höhe und Breite des Zimmers ein und dient zugleich als Zugang zu einem großzügigen Balkon.
Zwei für eine so kleine Wohnung schwierig zu erfüllende Aufgaben wurden vom Bauherrn gestellt: Eine Küche, die groß genug ist, um darin bequem und bei Tageslicht kochen zu können und die Möglichkeit das Bett oder den Schlafbereich tagsüber verschwinden zu lassen.
Um den nötigen Platz zu erhalten wurde der Eingangsbereich der Wohnung verkleinert und die Küche in einer Art breitem Gang platziert, so dass die gesamte Fläche des großen Zimmers und noch ein wenig mehr zur Verfügung standen um ein kleines Zimmer abzutrennen, welches sich hinter einem Schieberegal verbirgt.
Die Oberflächen sind an Wänden und Decke als rauhe, ungestrichene Putzfläche gestaltet; der Boden ist aus Eichenholz. Im Zentrum der Wohnung befindet sich ein komplexes Möbel aus dunkelgrauem Sperrholz, das alle verlangten Funktionen erfüllt. Auf der einen Seite dient es als Küche, während die andere Seite als Schrank, Regal und Schlafzimmer fungiert. Die Arbeitsplatte der Küche aus Carrara-Marmor sorgt für zusätzliche Helligkeit und lädt ein zu genussvollem Kochen. Ein spielerisches Detail ist die kleine, leicht zu übersehende Durchreiche zwischen Küche und Bett für den morgendlichen Kaffee.

Stand

gebaut

Ort

Berlin, Deutschland

Fertigstellung

Juni 2016

Architekten

Paul Künzel und César Trujillo Moya

Bauherr

Privat

Bruttofläche

38,57m²

Fotografien

Philipp Obbkircher